WSI-Studie: 55 Prozent der Arbeitnehmer erhalten Weihnachtsgeld

Weihnachtsgeld

Key Facts:
– Unternehmen mit Tarifvertrag zahlen häufiger Weihnachtsgeld
– Immer noch große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland
– Frauen bekommen seltener Weihnachtsgeld
– Höhe der Auszahlung bleibt im Vergleich zum Vorjahr unverändert

Nach wie vor gibt es in Deutschland hinsichtlich des Weihnachtsgeldes große Differenzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Online-Befragung des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Internetportal lohnspiegel.de, an der mehr als 17.000 Beschäftigte teilnahmen. Vor allem in tariflich gebundenen Unternehmen ist das Weihnachtsgeld weiter verbreitet (74 Prozent) als in Betrieben ohne Tarifvertrag (44 Prozent). Dr. Thorsten Schulten, Leiter des WSI-Tarifarchivs, erklärt dies durch den rechtlichen Anspruch auf ein Weihnachtsgeld, der sich in der Regel durch den Tarifvertrag ergibt. Dagegen erfolge die Auszahlung in nicht-tarifgebundenen Unternehmen oft nur auf freiwilliger Basis.

Auch im Hinblick auf die Verteilung der Auszahlung im Ost-West-Vergleich ergeben sich erhebliche Unterschiede. So bekommen in Westdeutschland 57 Prozent der Angestellten Weihnachtsgelder, in den neuen Bundesländern hingegen nur 43 Prozent. Frauen erhalten zudem seltener Weihnachtsgeld als Männer. Bei den Frauen sind es 49 Prozent, bei den Männern dagegen 58 Prozent. Außerdem bekommen Beschäftigte mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag in 55 Prozent der Fälle ein Weihnachtsgeld, bei befristet Beschäftigten erfolgt dies nur zu 42 Prozent.

Ein Ergebnis der WSI-Studie deckt sich zudem mit der im letzten Jahr durchgeführten Umfrage zum Weihnachtsgeld von Kloepfel Personalmanagement: Die oftmals in den Tarifverträgen festgelegten Prozentsätze für das Weihnachtsgeld blieben im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert. Auch in der Umfrage von Kloepfel Personalmanagement gaben fast 80 Prozent der Teilnehmer an, dass ihr Weihnachtsgeld im Hinblick auf das letzte Jahr keine Veränderungen erfahren hat.

Für Carsten Reetz, Geschäftsführer von Kloepfel Personalmanagement, ist vor allem der letzte Punkt, der die fehlende Flexibilität einer tarifgebundenen Weihnachtsgeldzahlung offenlegt, besonders interessant: „Jeder Arbeitgeber, der seinen Mitarbeitern zu Weihnachten eine besondere Freude bereiten und übertarifliches Weihnachtsgeld zahlen will, jedoch die hohen zusätzlichen Kosten scheut, sollte über eine nettolohnoptimierte Weihnachtsgelddarstellung nachdenken. So können sich sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer zu Heiligabend über eine extra Bescherung freuen.“

Quelle (inklusive detaillierter Auswertung einzelner Branchen): https://www.boeckler.de/14_111455.htm

Über Kloepfel Personalmanagement
Kloepfel Personalmanagement ist ein Unternehmen der Kloepfel Group, dem Einkaufsdienstleister für den Mittelstand. Die Mission der Division Kloepfel Personalmanagement ist die ganzheitliche und nachhaltige Optimierung von Lohnkostenstrukturen sowie die Senkung der Lohnnebenkosten, bei gleichzeitiger Steigerung der Arbeitgeberattraktivität.